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    • Datum

      28.04.2026 19:08

    • Verfasser

      Klaus Einmayr

    • Tour

      Hochzint - Melkerloch

    • Kommentar

      Der geheime PP ist oberhalb vom Hacker im Wald, aber nicht weitersagen, gel ! Da...

Datum Bundesland Verfasser Tour

Völlig falsch eingeschätzt und Glück gehabt? Oder richtig eingeschätzt und danach eine dramatische Veränderung der Verhältnisse innerhalb 24 Stunden?, 07.03.2013, Felix Dueregger

Tennengebirgsüberquerung Montag

Tennengebirgsüberquerung Montag

Wies-Abfahrt Montag

Kurze Stellen mit plattigem Wind…

Wies-Abfahrt Montag

Kurze Stellen mit plattigem Wind…

Tourenbeschreibung


Vorweg: Ich gehe seit 20 Jahren Skitouren und verfolge dieses Forum seit ca. 10 Jahren. Neben den jüngsten Ausbildungen der Bergrettung habe ich zuvor schon mehrere Ausbildungen zur Lawinenbeurteilung (Skilehrer in den 1990er Jahren, AV-Kurse in den frühen „00“er Jahren etc.) besucht immer gemäß meinem Wissensstand angewendet. Auch meine beiden Kollegen sind viel im Gelände unterwegs gewesen und setzen sich lange mit Lawinenbeurteilung in Theorie und Praxis auseinander.

Gemeinsam mit zwei Kollegen bin ich also am Montag den 4. März - also ziemlich genau 24 Stunden vor dem tödlichen Unglück - nach einer Tennengebirgs-Überquerung die Wies abgefahren.
Nach dem windgepressten und pistenmäßig zerfahrenen Gipfelhang fanden wir in der Wies ganz oben Pulver vor, speziell in den „skiers right“ (also in den nach Norden gerichteten) steileren Karflanken teilweise etwas windgepressten, plattigen Pulver (siehe Foto). Direkt unter der Unfallstelle lag am Tag unserer Abfahrt weitgehend unverfrachteter Pulver, teilweise mit Reifoberfläche und je nach genauer Hangausrichtung auch leicht windgepresst. Die genaue Unfallstelle soweit auf den Fotos ersichtlich haben wir nicht befahren.
Steilere Stücke sind wir standardmäßig einzeln abgefahren, wie wir das immer machen. Die Situation haben wir an keinem Punkt der Abfahrt als für uns gefährlich eingestuft. Auch hinsichtlich weiterem Verlauf der Situation hätten wir einhellig geschätzt, dass vom Süden her aufgrund der Vorangegangenen Erwärmung wohl kein frischer Schnee mehr eingeweht werden könnte, weil alles schon komplett umgewandelt sein müsste.

Meine beiden Kollegen und ich fragen uns nun, ob wir die Lage am Vortag völlig unterschätzt haben (was wir einhellig nicht glauben) bzw. welche Faktoren eine derartig rasche Veränderung der Situation verursacht haben:
• Stark gestiegene Temperatur,
• frische Einwehungen (von wo sollten die auf dieser schon relativ niedrigen Seehoehe kommen, vor allem wenn man sich die schützend davorstehende Felsflanke vor Augen hält und die Tatsache, dass auf den Südseiten kein Pulver mehr lag),
• eine Kombination aus beiden,
• andere Faktoren?

Auch seitens des Lageberichts hätten wir dort vor allem aufgrund der Lage des Gebietes – weit abseits der Tauern – und aufgrund der relativ niedrigen Höhenlage keine unmittelbaren Gefahren vermutet und sind (daher) auch recht steile und noch unverspurte Hänge ganz rechts gefahren.

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