letzte Kommentare
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Datum
20.04.2026 08:38
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Verfasser
chris wolki
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Tour
Rax Langermann - mit Rennrad ab Mödling
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Kommentar
Auch meinen Respekt Michael, als ehemaliger Rennrad Hobbist und Tourengeher kann...
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| Datum | Bundesland | Verfasser | Tour |
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Kölnbreinspitze..., 12.04.2015, Thomas Eckerstorfer
traffic jam...
"...so viel war hier wohl schon …
Nassschneelawine...
"...zwischen Muritzenalm und Kar…
weites Land...
on the way...
einträchtig...
4 Leute...3 Nationen...
im Gipfelhang...
es steilt auf...
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"...der Rückblick durch die…
"Rock´n Roll...;-)"
"...bei der geringen Schneelage …
drawing the first line...
fröhliche Unordnung...
...entspanntes Schwingen
Prsic...
"...es staubt...;-)"
da kommt Freude auf...
"...leider gibt´s hier kei…
Tourenbeschreibung
...aus der Muritzen
"Kein günstiger Tag" war die Überschrift des Lageberichts für Sonntag....Warnstufe 3 aufgrund der bedeckten Nacht mit Regenschauern bereits von der Früh weg sulzig oder sumpfig....bereits am Vormittag kleine bis mittelgroße Nassschneelawinen durch die Sonneneinstrahlung...in hohen und hochalpinen Lagen im steilen Nordsektor und schattseitigen Steilrinnen bei großer Zusatzbelastung noch Auslösung von Schneebrettern möglich.....
Ich hatte mir bereits am Samstag von der gegenüberliegenden Seite (Barleitenkopf) ein Bild über die aktuelle Schneelage und v.a. auch die Sonneneinstrahlung im obersten steilen Teil gemacht und bemerkt, dass dieser noch fast durchgehend im Schatten liegt.
Hauptgefahrenmuster daher für mich:
1. mögliche Nassschneelawinen von oben auf der Straße Richtung Sticklerhütte bzw. am Weg Richtung Karwassersee.
2. Schneebrettgefahr im steilen Nordhang unter der Gipfelrinne aufgrund möglichen Windeinflusses
3. latente Gefährdung durch labile tieferliegende Schichten im Nordsektor, die man aber wahrscheinlich durch das Zusatzgewicht eines Tourengehers nur schwer ansprechen kann, die aber praktisch nicht einschätzbar ist.
Nach Rücksprache mit einem mir bekannten Gebietskenner (Bergrettungsmann und langjähriges Mitglied der Lawinenwarnkommission) hab ich mich trotz Warnstufe 3 dazu entschlossen, die Tour anzugehen.
Erste Erleichterung, als wir feststellten, dass die sonnseitigen Hänge oberhalb des Talanstieges bereits ausapern bzw. stark entladen waren. Eine mittelgroße Nassschneelawine zwischen Muritzenalm und Karwassersee war offensichtlich bereits in der Nacht (vermutlich durch den Regen) abgegangen, ansonsten versperrte uns nur zuvor ein kleiner Rutsch aus einem sonnseitigen Graben den Weg auf der Stickleralmstraße.
Gefahrenmuster 1 erschien uns somit nur auf einzelne kurze Grabenquerungen begrenzt, das Restrisiko vertretbar. Es waren auch während des gesamten Tages dann keine Abgänge zu beobachten, außer dass bei der oben erwähnten Grabenquerung auf der Stickleralmstraße ein weiterer kleiner Rutsch dazugekommen war.
Der weitere Anstieg nach Überquerung der Lawinenkegels über den Karwassersee bis zum Beginn des Gipfelhanges über mäßig steiles, kupiertes Gelände war unspektakulär, Schneekonsistenz bis Karwassersee sulzig, ab ca. 2.000 m Seehöhe pulvriger Neuschnee, dessen Mächtigkeit nach oben hin zunahm und im steilen Gipfelhang bis 50 cm erreichte.
Im bis ca. 40° steilen Gipfelhang war wenig Windeinfluss erkennbar. Klassische Gefahrenzeichen konnten wir nicht feststellen, bei Stocktests konstante Zunahme der Festigkeit, keinerlei Gefahrenzeichen wie Wumm-Geräusche oder Abgleiten von Spitzkehrenkeilen bei der Spuranlage, keine aktuellen Abgänge im gesamten Gebiet....
Gefahrenmuster 2 erschien uns daher ebenfalls nicht wirklich relevant - Gefahrenmuster 3 wie gesagt kaum einschätzbar, wenn überhaupt, dann aber auch nur latent vorhanden....
Unter Einhaltung von Entlastungsabständen wagten wir den Anstieg zur schneearmen Gipfelrinne und den Durchstieg zum Gipfel....
Vom Tagesgang bzw. der massiven Sonneneinstrahlung blieben wir auf dieser Tour aufgrund der nordseitigen Exposition verschont - die Schneekonsistenz änderte sich auch nach Mittag nur unwesentlich....
Insgesamt war diese Tour heute meiner Ansicht nach trotz deutlich über 30° geneigter Hangpartien bei Warnstufe 3 vertretbar, weil sich der 3er ja primär auf die starke Durchfeuchtung der Schneedecke bezog...die Gefahr eines trockenen Schneebretts erschien uns wie gesagt aufgrund unserer Beobachtungen nicht so hoch...