letzte Kommentare
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Datum
12.04.2026 05:05
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Verfasser
Bergfuchs
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Tour
Alpeiner Berge
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Kommentar
Tolle Fotos! Gratulation zu den schönen Touren!
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| Datum | Bundesland | Verfasser | Tour |
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Hochkönig, 01.01.2018, Roman Kurz
1 kurz vor der Mitterfeldalm
"
die Spannung wäch…
2 vor der Querung zur Kaserstadt
"
Kersitn deutet auf Ste…
3 dort oben nehmen die Nassschnee Lawinen ihren Anfang
"
der kleine Rutscher li…
4 nicht gut zu gehen
"
unangenehmes Queren &u…
5 wechselnde Schneeverhältnisse
"
unter der Torsäul…
6 unter der Torsäule
"
unter der Torsäul…
hinterm Schoberschartl
"
in dem Hang über …
8 kurze Verschnaufpause
9 wer findet den Geist ?
10 Übers Leiterl zum Matrashaus
11 Aufstieg bei der Abfahrt im Schneetreiben
"
am nächsten Morge…
12 Felle abziehen im Schneetreiben
"
nach dem Aufstieg vom …
13 Abfahrt vom Schoberschartl zur Torsäule
14 am Ochsenriedl
15 von der Mitterfeldalm zurück zum Arthurhaus
Tourenbeschreibung
Ich habe eine Zeitlang überlegt, ob ich über diese Tour einen Bericht einstellen soll, denn als ich vor einigen Jahren bei einem 4er "Gugl geht immer" geschrieben habe gab es eine Unmenge an Kommentaren, und ich kann mich an keinen positiven erinnern.
Am Samstag abend mache ich mit Micherl und Kerstin aus, dass wir über Sylvester aufs Matrashaus gehen. Ich habe oben einiges Dringendes zu tun und bin froh zwei starke Spurer gefunden zu haben.
Am Sonntag Morgen haben sich die Verhältnisse erwartungsgemäß massiv verschlechtert. Der Lawinenlagebericht meldet für die Nordalpen und die Tauern einen 4er. Problemstellen, oder besser Problem überhaupt sind erstens die massive Erwärmung bis in mittlere Lagen und die damit verbundenen Nassschnee Lawinen und zweitens die heikle Triebschnee Situation in den Hochlagen. Bei der einstündigen Fahrt zum Arthurhaus habe ich Zeit mir meine Gedanken zu machen.
Für den Hochkönig bedeuten die Nasschnee Lawinen zwei große Gefahrenbereiche. Die Querung auf dem Fahrweg vom Arthurhaus zur Mitterfeldalm glaube ich noch ganz gut einschätzen zu können.
Die hauptsächlichen Lawinenstriche sind mir bekannt, also sollte ich bis zur Mitterfeldalm das Risiko noch ganz gut einschätzen können.
Von der Mitterfeldalm zur Kaserstadt kenne ich zwar auch die üblichen Lawinenstriche, aber dort sind Nassschnee Lawinen eher ein Problem des Tagesgangs und durch frühe oder späte Querung dieses Bereichs kann das Risiko minimiert werden. Das ist in dieser Situation nicht möglich. Die Nassschneelawinen können uns dort jederzeit erwischen, und es ist dort ein sehr viel größerer Berecih betroffen.
Tatsächlich entscheiden werde ich das erst vor Ort können.
Ganz ehrlich muss ich mir eingestehen, wenn ich heute alleine unterwegs gewesen wäre, hätte ich schon zuhause die Tour bleiben lassen, aber "ausgmacht ist ausgmacht". Damit wird mir klar, dass der Gruppendruck, den ich mir natürlich nur selber mache, vor Ort meine Entscheidung beeinflussen könnte.
Bis Mühlbach fahre ich die meiste Zeit unterm Hochnebel, aber am Arthurhaus parke ich das Auto im strahlenden Sonnenschein. Gefühlt macht die Sonne ganz schnell aus einem 4er einen 3er.
Zwei völlig subjektive Wahrnehmungen, die aber die Beurteilung der Lawinengefahr entscheidend beeinflussen. Ich nehme mir fest vor, bei meiner Entscheidung daran zu denken.
Bei der Querung zur Mitterfeldalm scheint der Schnee nicht so stark durchfeuchtet zu sein wie befürchtet.
Ein positives Signal.
Als wir nach der Mitterfeldalm in die Querung zur Kaserstadt sehen, fällt mir ein Stein vom Herzen. Anscheinend ist in der Nacht, ausgelöst durch den Regen, die Nassschneelawine schon abgegangen und hat sich über den ganzen Hang verteilt.
Auch wenn der Weg über die harten Lawinenbrocken keinen Spass macht sind wir doch froh über diesen Lawinenkegel.
Nach der kleinen Gaisnase ist zwar noch keine größere Lawine abgegangen, aber der Schnee hat einen deutlichen Bruchharschdeckel, es ist also nach dem Regen noch kalt geworden. Außerdem verteilt sich die Lawine aus der Schneeklamm im Normalfall nicht über den ganzen Hang und das Risiko für mich dadurch akzeptabel.
Als wir nach der Kaserstadt im übelsten Bruchharsch den Ochsenriedl hinauf spuren, freue ich mich zum ersten Mal über solche Schneeverhältnisse. Die Nassschnee Problematik haben wir jetzt hinter uns gelassen und der Triebschnee sollte uns erst weiter oben beschäftigen müssen.
Bis etwa 2000 Meter hat der nächtliche Regen diesen üblen Bruchharsch hinterlassen, darüber bis etwa 2200/2300 Meter scheint es Schneeregen gegeben zu haben, denn je nach Hang Exposition wechseln die Schneeverhältnisse. Bruchharsch, Regenharsch und in manchen Mulden hat sich sogar hier schon ein wenig Triebschnee angesammelt.
Im oberen Ochsenkar wird die Schneeoberfläche richtig hart und windgepresst, so dass wir vorm Schoberschartl die Harscheisen anlegen. Dabei bricht Kerstin mit dem Fuss durch und versinkt bis über den Oberschenkel. Der harte Windharsch Deckel ist also trügerisch und sollte nicht zur Unvorsichtigkeit verleiten.
Im Anstieg zum Schoberschartl sind ein paar kleinere Triebschnee Ansammlungen, die aber durch gezielte Routenwahl gut beherrschbar sind. Ab dem Schoberschartl (ca. 2500 m) wird der Wind immer stürmischer, aber die üblichen Verdächtigen sind bekannt und können gut umgangen werden.
Hinterm Schoberschartl zeige ich Micherl und Kerstin den Hang, an dem es vor 2 Jahren einen Lawinenunfall gegeben hat. am Hochkönig sind die Gefahrenstellen weniger große Hänge mit furchteinflösenden Dimensionen sondern gerade die kleinen, fast unscheinbaren Hänge und Mulden. Hier bewährt sich Ortskenntnis oder eben genaue Beobachtung der lokalen Situation.
Der Gipfelhang ist von weitem nicht einzschätzen, und um kein Risiko einzugehen schnallen wir die Schi auf den Rucksack und steigen über das Leiterl des Sommerwegs zum Matrashaus auf.
Als wir es uns in der Hütte gerade gemütlich gemacht hatten bekamen wir noch Besuch. Anna und Andi waren später aufgebrochen, da sich der Lawinenlagebericht von einem 4er auf einen 3 reduziert hatte.
Diese Sylvester Nacht war die bisher schönste für mich am Hochkönig. Der fast volle Mond beschien rundherum die Berge, es regte sich nicht das geringste Lüftchen und von den Alpentälern über Salzburg bis ins bayrische Alpenvorland sahen wir die Raketen in den Himmel steigen.
Als wir nach Mitternacht ins Bett gingen zogen aber schon die ersten Wolken des angekündigten Schlechtwetters aum Nachthimmel auf.
Am nächsten Morgen machte der Schneesturm vor der Hütte keine Lust aufs Aufstehen. Da bringt der Heimvorteil dann schon etwas, ich wusste, wenn wir erst einmal unten am Ostgletscher waren, würde der Sturm deutlich nachlassen.
Schwieriger war die Lawinenlage einzuschätzen. Durch die eingeschränkte Sicht im Nebel waren die Triebschnee Bereiche schwer zu erkennen, aber zum Gück war keine größer Neuschnee Menge zusammen gekommen.
Die kleinen Rutsche, die von uns ausgelöst wurden waren eher ein Problem mitgerissen zu werden, also war im Absturzbereich besondere Vorsicht angesagt.
Je weiter wir runter kamen umso mehr sank die Anspannung, die Sicht wurde besser, die Konzentration ließ nach, und vor lauter Freude über den breiten Schi im "Eisenbahnerpulver" hätte ich mich fast noch verfahren. Ich empfand das als Warnsignal nicht die Konzentration zu verlieren- erst am Arthurhaus war es wirklich vorbei.