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    • Datum

      14.04.2026 16:32

    • Verfasser

      Stock Leonhard

    • Tour

      Hinterthal Steinernes Meer Hagengebirge Golling 220 KV Leitung

    • Kommentar

      Helmut danke, da können wir uns ja beim Saisonabschluss einiges erzählen

Datum Bundesland Verfasser Tour

Schneebrett Maurerkogel, 10.11.2013, uta Philipp

Wetter am Morgen

Wetter am Morgen

Rückblick kurz vor der Auslösung

Rechts unten die Piste, auf der …

Rückblick kurz vor der Auslösung

Rechts unten die Piste, auf der …

Anrissbereich

Anrissbereich

ca. Standpunkt bei Auslösung

ca. Standpunkt bei Auslösung

Übersicht 1

Übersicht 1

Übersicht 2

Übersicht 2

Übersicht2 Lawinenbahn

" (Auslauf nicht sichtbar h…

Übersicht2 Lawinenbahn

" (Auslauf nicht sichtbar h…

Tourenbeschreibung

Zum Saisonstart eine Warnung, die tödlich hätte ausgehen können.
Mit einer der ersten Gondeln um 8h15 bin ich aufs Kitzsteinhorn gefahren. Oben angelangt, hieß es erst noch eine Weile warten, bis alle Lawinen abgesprengt waren, eine Sprengung habe ich noch gehört.
Bis 12h  war ich meist abseits der Piste im (leicht windgepressten) Pulverschnee unterwegs, mittags wollte ich den Skitag beenden.
Doch dann beschloss ich, doch noch Felle aufzuziehen, um den kurzen Anstieg zum Maurerkogel zu machen. Einige Skitourengeher waren heute schon oben gewesen. Die Aufstiegsspur war zu schmal für meinen breiten Ski, und ich musste vielleicht mit etwas mehr Nachdruck aufsteigen als meine Vorgänger? Kurz unter dem Gipfelkamm kam mir von oben noch ein Tourengeher entgegengefahren.  So weit wie er oben gewesen ist, bin ich gar nicht mehr gekommen.
Etwa 150 Höhenmeter unter mir waren zwei weitere Tourengeher unterwegs. Der Schnee, in dem die Aufstiegsspur verlief, war locker. Als ich fast oben war, (Ca 12h35) brach die Spur unter mir weg. Ich stürzte mit den großen Brocken eines Schneebretts über den Felsriegel bis hinunter ins Pistengebiet. Geschätzt ca 50 Höhenmeter?
Ich wurde nicht verschüttet und nur leicht verletzt.
Ein Skifahrer suchte meine Ausrüstung wieder zusammen und alarmierte die Pistenwacht.
Dennoch war der Schrecken bei mir so groß, dass es eine ganze Weile dauerte, bis ich begann, den Lawinenkegel mit meinem Pieps nach weiteren Verschütteten abzusuchen, bekam aber nirgendwo ein Signal.
Es hat (geschätzt) eine halbe Stunde gedauert, bis eine Sondenmannschaft formiert war, um den Lawinenkegel abzusuchen.
Nachdem die Sondenmannschaft einmal hoch sondiert hatte, wurde von einigen Helfern (auch ich suchte nochmal mit) mit Pieps der Lawinenkegel abgesucht. Es gab ein Signal, bis zur Feinsuche und Punktortung, ich habe mitgeschaufelt, aber es stellte sich heraus, dass irgendein freiwilliger Helfer sein Pieps noch auf Senden gestellt hatte.
Ich bin danach mit Ski zum Alpincenter abgefahren, und dann nach Hause, weil sich Erschöpfung einstellte.
Gott sei Dank wurde niemand weiteres verschüttet.

Die Anrisskante des Schneebrettes war geschätzt 1m hoch. Es lauerte unter der lockeren Schicht, in der die Aufstiegsspur verlief.
Ich hatte ein unglaubliches Glück, und möchte allen in den Saisonstart mitgeben: Kaufts Euch einen Helm (der meine hat jetzt eine ordentliche Delle), und fühlt Euch nicht sicher in verspurtem Gelände und in Pistennähe.

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