letzte Kommentare
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Datum
20.04.2026 08:38
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Verfasser
chris wolki
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Tour
Rax Langermann - mit Rennrad ab Mödling
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Kommentar
Auch meinen Respekt Michael, als ehemaliger Rennrad Hobbist und Tourengeher kann...
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| Datum | Bundesland | Verfasser | Tour |
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Skiwanderung im Großarltal, 09.02.2010, Martin Luger
Schneeprofil
"Höhe ca. 1800m, Exposition…
Schwimmschnee
"Umgewandelter Altschnee der bei…
Rauhreif
"Zwei klare, kalte Nächte h…
Der Sonne entgegen
Schmelzharschpanier
"Schmelzharsch auf den Süds…
Augenblicke voll Demut
Licht und Schatten
Selbstauslösungen
"…an den Osthängen d…
Auf dem Rücken
"Das Werk des Windes ist oft gef…
Lawinenlehrpfad (Albrecht Seer)
"Der von Albrecht Seer (http://t…
Pulvergenuss
"... gibt es auch auf eher "…
Tourenbeschreibung
So wie Stefan Seidl neulich hier bei „Auf Touren“ geschrieben hat (7.2.2010), ist man dieser Tage nicht sicher, ob man überhaupt erzählen soll, dass man im freien Gelände unterwegs war. Wir zählen uns aber zum altmodischen Typus “Skibergsteiger“, haben eine den Verhältnissen angepasste Tour (unter 30° und abschätzbares Einzugsgebiet) gewählt und waren nicht auf der Suche nach dem ultimativen Powderkick, sondern wollten die Ruhe und die Schönheit der Berge genießen und in Demut Energie tanken. Klingt pathetisch, ist es auch. ;-) Zur Risikogruppe der letzten Woche zählen wir uns nicht, aber dazu ein paar Gedanken weiter unten!
SCHNEEDECKENAUFBAU SEHR UNGÜNSTIG! Den Lagebericht auf der LWZ fanden wir im Gelände wieder einmal bestätigt. Alle Warnungen haben Berechtigung!
Schneeverhältnisse: 20cm lockerer Neuschnee vom letzten Wochenende auf einer kompakten, windbeeinflussten Schneeschicht (vor 2 Wochen) und darunter die aufbauend umgewandelte, grundlose Altschneeschicht, die von allein rausrieselt, wenn man ein Profil gräbt (siehe Fotos). Vor allem in den Ostsektoren (NO-SO) konnten wir zahlreiche Selbstauslösungen der letzten Tage beobachten.
Neigungen > 30° würden wir übereinstimmend meiden!
Das Wetter war traumhaft. Start noch bei -12°C, aber im Tagesverlauf sehr angenehm und ohne Wind. Am Nachmittag wie angekündigt hohe Schleierwolken von Südwesten.
Gedanken von einem langen Skispaziergang zur Risikogruppe der letzten Woche: Bei den tragischen Lawinentoten der letzten Woche hat es sich hauptsächlich um Variantenfahrer/Freerider gehandelt. Als Skibergsteiger vom klassischen Typus wird man von einem medial einseitig informierten Teil der Bevölkerung leicht aufgrund der Gemeinsamkeit, dass man sich im freien Gelände bewegt, in einem Atemzug als verantwortungsloser Selbstmörder identifiziert (siehe Kommentar Alois Herzig, http://touren.lawinen.at/tour/index2.php?id=8963) Ich will keine Verantwortlichen suchen, keine Schuldigen nennen, sondern laut über ein paar Gegebenheiten nachdenken, die selten erwähnt werden. Man müsste vielleicht auch einmal nachdenken über die Auswirkungen von großflächigen Bildschirmen in Sportgeschäften und Einkaufszentren, wo Videos von atemberaubenden Freeride-Szenen gezeigt werden. Meist bleibt dabei aber unerwähnt, dass sich die Profis lange Zeit vorbereiten und diese Filme darüber hinaus oft in Nordamerika gedreht werden, wo die Schneeverhältnisse andere sind als in den Alpen. Gezeigt werden außerdem nur jene, wo die Akteure überlebt haben und nicht jene, die tödlich oder mit schweren Verletzungen endeten. Klar, mit Lawinentoten lässt sich keine Ausrüstung verkaufen. Wie aber kommt man mit der Information, dass Lawinengefahr gleich Lebensgefahr ist, an die Risikogruppe? Oftmals junge Männer (Beispiel Werfenweng), die sich möglicherweise aufgrund einer Testosteronüberdosis unverwundbar wähnen, unter gehörigem Druck stehen und auf der Suche nach dem Kick sind? Muss die EU irgendwann ähnlich den Zigarettenpackungen eine Aufschrift „Freeriden kann tödlich sein“ auf Skiern verordnen? Könnte die Auffahrt in den Gondeln nicht nur für den physischen Transport sondern auch für jenen von Information genutzt werden? Sollten auf den Lawinenwarnschildern Bilder von Lawinentoten angebracht werden? Müssen Absperrbänder durch Stacheldraht ersetzt werden? Sollte spezielle Freeridestrecken ausgewiesen werden? Schwer zu sagen. Ein gewisser Teil wird vermutlich auch einfach resistent gegen Aufklärung und Warnung bleiben. Diese werden ähnlich der Verkehrsstatistik die gefährlichen Jahre Anfang bis Mitte 20 nur mit Glück unbeschadet überleben. Der momentan werbetechnisch verbreitete Kult um die Trendsportart „Freeride“ und die aktuelle Lawinensituation sind meiner Meinung nach im wahrsten Sinne des Wortes eine tödliche Kombination. Da aufgrund der oftmals undifferenzierten medialen Berichterstattung auch das klassische Skibergsteigen einen Imageschaden erleidet, dachte ich, dass diese Gedanken Platz auf dieser Seite haben. Sollte ich dabei zu viele bekannte Eulen nach Athen getragen haben, möge man mir dies nachsehen. Ich wünsche an dieser Stelle allen, die bisher gelesen haben, eine schöne und unfallfreie Resttourensaison.